Vor - und Nachbericht

FC St. Pauli II - Hannover 96 II

 

Vorbericht

Für unsere U23 steht am Mittwochabend (26.2.) das Nachholspiel gegen Hannover 96 II an. Anpfiff der Partie gegen den Tabellennachbarn ist um 19 Uhr im Stadion an der Hoheluft. Nach dem 2:2 gegen den VfR Neumünster will die Meggle-Elf wieder drei Zähler einfahren. Ob es dabei wie zuletzt gegen die 96er wieder torreich zugehen wird, bleibt abzuwarten.

Zu gerne hätte U23-Coach Thomas Meggle am vergangenen Sonnabend zu seinem Geburtstag drei Punkte gegen den VfR Neumünster eingefahren, am Ende sollte es trotz 2:0-Führung und mehreren Chancen zum vorentscheidenden 3:0 nur zu einem Punkt reichen. Die Laune ließ sich der 39-Jährige davon aber nicht verderben. „Ich kann Privates und Berufliches ganz gut trennen“, äußerte er sich nach der Partie. Dennoch ärgerte er sich über die beiden vergebenen Punkte und den dritten Sieg in Serie: „Wir hätten das Spiel frühzeitig entscheiden müssen.“

Auch wenn der mit einem Dreier mögliche Sprung auf Platz zehn verpasst wurde, blieb unsere U23 zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Die Serie soll beim Nachholspiel gegen Hannover 96 II ausgebaut werden. Sollte der dritte Heimsieg der laufenden Saison gelingen, könnten die Kiezkicker vorbei an den 96ern und dem VfR Neumünster auf Platz zehn klettern und so den Abstand auf die Abstiegsränge vorübergehend auf sechs Punkte vergrößern.

Wer sich am Mittwochabend auf den Weg an die Hoheluft macht, kann sich Hoffnungen auf viele Tore machen. Insgesamt 34 Treffer fielen in den vergangenen sechs Begegnungen zwischen beiden Teams. Das Hinspiel entschieden die Braun-Weißen mit 4:3 für sich. Zuvor behielt Hannover mit 6:4, 7:0 und 3:0 dreimal hintereinander die Oberhand, nachdem unsere U23 zweimal mit 3:1 und 2:1 erfolgreich gewesen ist.

Für unsere Kiezkicker und Coach Thomas Meggle geht es am Mittwochabend aber nicht darum, den Fans erneut ein Torfestival zu präsentieren, sondern die drei Punkte einzufahren – und da würden sich die Braun-Weißen auch über ein für die Zuschauer eher „langweiliges“ 1:0 freuen.

Quelle: FC St. Pauli Vereins-Homepage



Nachbericht

Die U23 des FC St. Pauli feierte am Mittwochabend (26.2.) in der Regionalliga Nord einen wichtigen Sieg. Lange sah es gegen Hannover 96 II vor 196 Zuschauern im Stadion Hoheluft nach einem torlosen Unentschieden aus, ehe der eingewechselte Kwasi Wriedt die drei Punkte für die Meggle-Elf sicherte (82.)

Beim Nachholspiel in der Regionalliga Nord am Mittwochabend (26.2.) konnte U23-Cheftrainer Thomas Meggle gleich auf fünf Akteure aus dem Profikader zurückgreifen: Robin Himmelmann, Philipp Ziereis, Okan Kurt, Sebastian Maier und Michael Gregoritsch standen beim Heimspiel unserer U23 gegen die U23 von Hannover 96 in der Startelf.

Es waren gerade 54 Sekunden auf der Uhr, da musste Himmelmann schon sein Können zeigen. Fabian Peitler kam 17 Meter vor dem Tor zentral zum Abschluss, aber Robin konnte den Ball zur Ecke abwehren, die aber nichts einbrachte. Die Anfangsphase der Begegnung war durchaus flott: Kurt spielte einen öffnenden Pass aus dem Mittelfeld auf die rechte Seite, wo sich Fabian Graudenz vor das 96-Gehäuse dribbelte und aus 17 Metern abzog, doch der Schuss wurde geblockt (5.).

Beide Teams beackerten sich intensiv, Torraumszenen aber waren Mangelware. So versandete ein Freistoß der Gäste von der rechten Strafraumkante in der braun-weißen Abwehr (14.). Wenig später war Himmelmann bei einem steilen Pass der 96er aufmerksam und deutlich früher am Ball als sein Gegenspieler – keine wirkliche Torgefahr also (19.). Zwei Zeigerumdrehungen später schalteten die Kiezkicker nach einem Ballgewinn schnell um, letztlich verpasste Maier am Strafraum das Zuspiel von Graudenz (21.). Im Gegenzug machten es die Gäste nicht besser (22.). Auch ein Maier-Freistoß aus dem rechten Halbfeld landete in den Armen von 96-Keeper Tom Schmidt (25.).

In der 30. Minute legte sich Ziereis das Spielgerät nach feinem Doppelpass mit Bentley Bahn im Strafraum zu weit vor. Auf der Gegenseite hieß es dann kräftig durchpusten! Die braun-weiße Defensive agierte nach dem Motto „Nimm Du, ich hab ihn sicher“ – und plötzlich kam Kevin Behrens aus sieben Metern zum Abschluss, prügelte aber die Kugel in den Hamburger Nachthimmel (31.). Bis zur nächsten nennenswerten Szene dauerte es nun einige Minuten; Maier tankte sich links an den Strafraum bis an die Grundlinie, legte den Ball in die Mitte, wo aber niemand lauerte (39.). Weil die Hannoveraner bei Robert Hoffmanns Solo kurz vor der Halbzeit auch keinen Erfolg hatten (45.), ging es torlos in die Kabinen.

Die erste Chance der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen. Herrmann zirkelte von links einen Ball auf den Elfmeterpunkt, Behrens erwischt diesen mit der Spitze, doch das Leder streifte glücklicherweise nur die Oberkante der Latte (48.). Fünf Minuten später schoss Maier einen Freistoß aus 20 Metern deutlich über das Tor (53.). Obwohl beide Teams weiter viel investierten, verflachte das Spiel in dieser Phase etwas. Bis auf Kurt, der mit einer Pirouette seinen Gegenspieler aussteigen ließ, dann aber das Leder weit über das Tor drosch (63.), war vor beiden Gehäusen wenig los. Zwar bekamen die 96er einige Freistöße in Strafraumnähe zugesprochen, diese stellten aber kein Problem für den sicheren Robin Himmelmann dar.

U23-Coach Meggle reagierte und brachte Kwasi Wriedt für Graudenz (69.). Der Mittelfeldspieler wurde in der rechten Strafraumhälfte gleich in Szene gesetzt, traf aber nur das Außennetz (71.). Die Kiezkicker wechselten zum zweiten Mal: Für Ziereis kam Andrej Startsev (74.). Direkt im Anschluss war Himmelmann wieder gefordert, als er einen Behrens-Volleyschuss aus 18 Metern entschärfen musste (75.). Auf der Gegenseite schloss Gregoritsch etwas überhastet ab und setzte das Leder von der Sechzehnerkante einen Meter neben das Tor (79.).

Als sich die 196 Zuschauer im Stadion Hoheluft schon auf ein torloses Unentschieden einstellten, schlug die Meggle-Elf zu: Startsev spielte einen butterweichen Ball in die Schnittstelle der Viererkette, dort tauchte Wriedt frei vor Schmidt auf und versenkte die Kugel kaltschnäuzig in den Maschen – das 1:0 (82.)!

U23-Cheftrainer Meggle nahm in der Schlussphase mit Finn Apel für Sebastian Jakubiak seinen letzten Wechsel vor (85.). Die Niedersachsen warfen nun alles nach vorne. Vier Minuten vor dem Ende kam der eingewechselte Sebastian Ernst am Elfmeterpunkt zum Schuss – vorbei (86.)! Mehr hatte Hannover aber nicht mehr im Köcher. Wenig später stand der knappe 1:0-Sieg für die Boys in Brown fest.

„Wir haben heute zu Null gespielt. Die Jungs haben alles reingehauen, gekämpft und dagegengehalten. Das war wichtig.“, war U23-Coach Thomas Meggle nach dem Abpfiff zufrieden, „Es ist diese Saison sehr wahrscheinlich, dass meine Mannschaft ein Tor erzielt. Je länger wir die Null halten, desto höher ist die Chance, dass wir das Spiel gewinnen. Das war gegen Hannover der Fall.“

Auch Youngster Okan freute sich über den Sieg. „Das Spiel war hart umkämpft und lange ausgeglichen. Wir haben auf den entscheidenden Fehler gewartet und das 1:0 konsequent über die Zeit gebracht. Der Sieg hat uns nach unten etwas Luft verschafft.“

Mit nun 26 Punkten auf dem Konto kletterte unsere U23 auf den zehnen Tabellenplatz der Regionalliga. Schon am Sonnabend (8.3.) steht schon das nächste Heimspiel für die Meggle-Elf auf dem Programm. Im Stadion Hoheluft gastiert dann der Tabellenzweite Goslarer SC 08.

Quelle: FC St. Pauli Vereins-Homepage